[Rezension]: "Closer: Mason & Jackson" von Ina Taus

28. Juli 2017






Originaltitel: Closer. Mason & Jackson
Preis:        -     (Taschenbuch)
             € 3,99 (eBook)
Verlag: Forever (Ullstein Buchverlage)
Erscheinungsdatum: 03. Juli 2017
Seitenanzahl: 305
Reihe: -
Bewertung: *** (3)








Es ist egal, wen du liebst. Solange du es von ganzem Herzen tust. Der 18-jährige Mason hat alles, was er will: eine tolle Freundin, einen besten Kumpel, einen Freundeskreis, mit dem man richtig gut feiern kann, und nächstes Jahr geht es endlich aufs College. Vor ihm liegt ein Sommer voller Partys am Strand und fauler Nachmittage am Pool. Doch alles gerät ins Wanken, als Jackson in die Kleinstadt Naples in Florida zieht. Der Neue ist so geheimnisvoll wie anziehend, und plötzlich weiß Mason nicht mehr, was er denken geschweige denn fühlen soll. Er liebt doch Emily! Oder? Warum fühlt er sich zu Jackson, einem Kerl, so wahnsinnig hingezogen? Mason stürzt in ein Gefühlschaos, aus dem ihn anscheinend nur eine Person retten kann: Jackson.

»Harper, bist du bald fertig?« Mit meiner Faust klopfe ich fest gegen die Badezimmertür, hinter der sich meine jüngere Schwester verkrochen hat.


Auf "Closer" und die Geschichte von Mason und Jackson habe ich mich riesig gefreut und es auch innerhalb weniger Tage verschlungen. Ich liebe diese Art an Geschichten, in denen der Protagonist seine sexuelle Richtung erst entdeckt und man ihn quasi im Outingprozess begleitet. Also wie man schon am Cover erkennen kann, handelt es sich hier um einen Gay Romance - Roman. #Don't Like, Don't Read
"Closer: Mason & Jackson" ist mein erstes Buch der Autorin und ich wurde nicht enttäuscht. Einige kleine Kritikpunkte habe ich aber doch, da ich insgesamt einfach mehr erwartet hatte. 

Der 18-jährige Mason hat wirklich alles, was sein Herz begehrt: seine Eltern sind sehr wohlhabend, er ist Schulsprecher, Klassenbester, hat einen großen Freundeskreis und eine Freundin, die ihn mehr als alles andere liebt. Eigentlich könnte alles so perfekt sein, bis Jackson in die Kleinstadt Naples zieht und er plötzlich nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht. Wieso wirkt Jackson so anziehend auf ihn? Und wieso hat er das Gefühl, dass alles was bisher war, eine einzige Lüge ist?

Mason, der Promilleprinz, ist gut aussehend und bei allen beliebt. Und das weiß er auch. Sein Leben könnte nicht perfekter sein, schließlich ist er mit der besten Freundin seiner Schwester und Nachbarin zusammen und wird später einmal das Alkohol Imperium seines Vaters erben. Durch seine offene und lockere Art ist er bei allen sehr beliebt und er ist auch wirklich loyal und freundlich gegenüber seinen Freunden. Leider steht dies im kompletten Gegensatz zu seiner Eitelkeit und Arroganz. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Pepp für den Charakter gewünscht.
Jackson hingegen ist eine Figur, die ich sehr lieb gewonnen habe. Auch seine Art ist offen und locker und er ist sehr humorvoll. Außerdem steht er offen zu seiner Sexualität und macht da einfach kein großes Drama drum. 
Auch die anderen Nebencharaktere wie Harper, Masons Schwester oder Emilie, seine Freundin sind relativ gut ausgearbeitet. Leider blieben daneben vor allem die beiden Hauptcharaktere sehr blass und ich konnte mich nur schwer mit ihnen identifizieren. 
Die Autorin beginnt mit spritzigen Dialogen der beiden, die bereits zur Mitte des Buches immer weiter abflachen. So haben beide Protagonisten an Besonderheit bei mir eingebüßt.

Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich zu Anfang einige Probleme. Ich empfand ihn als etwas holprig, auch wenn sich das mit der Zeit gelegt hat. Die Geschichte selbst ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Mason geschrieben, was hier auch sehr gut gepasst hat. Trotzdem hätte ich es auch schön gefunden, Jacksons Perspektive zu erfahren. So fällt Mason auch die Erzählerrolle zu und seine vielen Überlegungen und Gedankengänge empfand ich als etwas anstregend. 
Auch einige weitere Kleinigkeiten im Charakter von Mason haben mich gestört. Vor allem aber hat er sich sehr schnell damit abgefunden, auf einen Jungen zu stehen. Hier hatte sowieso kaum einer ein Problem mit und leider ist das wohl definitiv nicht Alltag. Das war mir einfach zu viel "Friede, Freude, Eierkuchen" und zu viel Happy End, in dem einfach alles stimmen sollte. So wirkte das Ganze ein wenig überspitzt und unrealistisch und insgesamt zu ausgearbeitet. 
"Closer. Mason & Jackson" kann super als Einstieg in dieses Genre dienen, da keinerlei erotische Szenen oder ähnliches auftauchen. Leider haben sich hierdurch auch keine Emotionen und keine Beziehung zu den beiden Protagonisten als Paar bei mir aufgebaut. 

Insgesamt hat mir die Geschichte um Mason und Jackson bis auf die kleinen Kritikpunkte gut gefallen. Vielleicht hatte ich auf Grund der vielen positiven Meinungen einfach zu hohe Erwartungen an das Werk. Insgesamt bekommt es 3 Eulen von mir.



Ina Taus wurde 1986 geboren und lebt mit ihrer Familie in Österreich. Beruflich jongliert sie mit Zahlen, weshalb das Eintauchen in andere Welten ein guter Ausgleich dazu ist. Den Weg ins Wunderland hat sie noch nicht gefunden, wird aber nie damit aufhören weiße Kaninchen zu verfolgen, um irgendwann doch noch dort zu landen. Durch das Lesen wurde sie früh zu einer großen Geschichtenerzählerin, deshalb war für sie klar, dass sie ihr Leben mit dem Schreiben eigener Bücher bunter gestalten will.





Kommentare:

  1. Ich habe es ähnlich empfunden. Ich fand es zu "geschönt", aber als Einstieg kein schlechtes Buch.

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    1. Ganz genau :) aber leider hatte das wenig mit der realen Welt zu tun..

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  2. Hi Jana,

    Ich fand einfach die Gefühle total schön beschrieben, vor allem das Verliebtsein 😊 ich kann deine Kritik aber nachvollziehen.

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Huhu Desiree,

      bei mir ist da leider nicht so viel angekommen, aber da sind die Empfindungen ja zum Glück verschieden! Schön, dass es dir anders ging :)

      Liebe Grüße, Jana.

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